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21. Mai 2010

 

Die Eurokrise belastet die Rohstoffmärkte stark. Der Standard & Poor’s GSCI Index, der 24 Rohstoffe umfasst, fiel nun schon den dritten Tag in Folge, nachdem er in den letzten zwei Tagen bereits um 3,7 Prozentpunkte gefallen ist. Dementsprechend fällt der Wert für Aluminium im Handel um 2,8 Prozent, Kupfer um 2,2 und Gold um 0,5 Prozent. Anleger machten sich nun Sorgen, dass die Krise um den Euro die europäische Wirtschaft niederzwingen könne. Dabei ist Europa Abnehmer für ein Drittel der weltweit produzierten Gasmengen, für ein Viertel der geförderten Erdölmengen und ein Fünftel der Kupferproduktion.

 

Besorgniserregend ist allerdings nun, dass der Preis für Kupfer in den letzten Tagen so stark eingebrochen ist, wie seit 16 Monaten nicht mehr. Denn vorgestern sei der Preis für Kupfer um 6,6 Prozent auf 6.470 Dollar abgestürzt und somit fällt er unter den gleitenden 200-Tage-Preisdurchschnitt. Trotzdem müsse der Aufwärtstrend für das Metall aber noch nicht beendet sein, laut Barclays Capital Analyst Philip Robert. Allerdings werde die Wahrscheinlichkeit mit jedem Tag höher an dem der Preis unterhalb dieser Linie verzeichne, dass der Metallpreis auf das letzte Tief vom 5. Februar bei 6.280 Dollar abrutscht.